Die Informationen in diesem Artikel beziehen sich auf:
Dank Dieter Rauscher konnte ich vor den Weihnachtstagen eine ISA Server 2006 Appliance der Firma Celestix testen. Celestix ist neben Anbietern wie HP und Pyramid einer der wenigen Anbieter von ISA Server Appliances.
Das hier getestete Modell ist die Celestix MSA 2000i. Es handelt sich hierbei um eine Appliance basierend auf der neuen Scorpio-X Appliance Hardware Plattform von Celestix.
Ein Datenblatt zur Celestix MSA 2000i finden Sie hier.
Seit neustem liefert Celestix die Appliance auch mit der Software FairShare aus, mit dessen Hilfe Bandbreitenmanagement für ISA Server realisiert werden kann. Mit FairShare kann Bandbreite limitiert und garantiert werden, Prioritäten vergeben werden können und Prioritäten mit Hilfe von DiffServ und 802.1p eingerichtet werden können. Diese Richtlinien können auf unterschiedliche Objekte wie Benutzer, Gruppen, Computer und Zeitpläne eingerichtet werden.
Merkmale der MSA 2000i
Bei der MSA 2000i handelt es sich um das Einstiegsmodell von Celestix für
Arbeitsgruppen-Umgebungen, auch wenn das Gerät aus meiner Sicht in groesseren
Abteilungen / Firmen eingesetzt werden kann. Zu den Merkmalen gehoeren:
MSA 2000i
Die folgende Abbildung zeigt die MSA 2000i. Was nicht zu sehen ist, ist der Drehregler rechts neben dem Display, mit dessen Hilfe die grundlegenden Konfigurationsschritte durchgefuehrt werden koennen.

Die Standard IP-Adresse ist 10.1.1.1, kann jedoch problemlos über das Display veraendert werden.
Die MSA 2000i hat vier Lüfter auf der Rückseite, ist im Betrieb relativ laut, aber leise als manch anderer 1U Server. Der Geraeuschpegel sollte auch gar nicht negativ auffallen, da die Appliance im 19" Format vorliegt und somit als Standort fuer den Serverraum / Abstellkammer in einem 19"-Rack praedestiniert ist.
Der Test erfolgte mit lokal angeschlossenem Monitor, Tastatur und Maus. Nach erfolgtem Start des Systems und Eingabe des kryptischen Start-Kennworts, startet das System ein Windows Server 2003 mit Service Pack 2.

Die ISA Server 2006-Verwaltungskonsole ist die gleiche wie bei jeder normalen ISA Server 2006-Installation. Der einzige Unterschied ist die Integration der Software FairShare der Firma Network Justice. Beim Aufruf der Sofwtare wird jedoch auch ier ein externes Verwaltungsprogramm gestartet.

FairShare
Mit Hilfe des FairShare Manager lassen sich so genannte Policies (Richtlinien) erstellen, mit dessen Hilfe der Netzwerkdurchsatz limitiert werden kann.

Die folgende Abbildung zeigt eine neue Policy, fuer welche eine Bandbreiteneinrichtung fuer das Subnetz 192.9.200.0/24 eingerichtet wurde. Bei meinem Test konnte ich die Software davon ueberzeugen, die Bandbreite zu reduzieren, jedoch konnte ich mangels QoS-faehigem Router keine Policies basierend auf RSVP erstellen.

Webkonsole
Die MSA 2000i laesst sich ueber eine Webkonsole verwalten. Alle gaengigen Funktionen koennen mit Hilfe der Webkonsole verwaltet werden. Der Aufruf der Webkonsole erfolgt ueber folgenden Aufruf im Browser:
HTTPS://SERVERNAME:10000

Einziger Haken: Fuer eine Vielzahl der Funktionen der Remoteverwaltung ist eine Remote Desktop Session notwendig, welche nicht ueber HTTPS, sondern ueber das normale RDP Protokoll aufgerufen wird.

Die folgende Abbildung zeigt die Routing-Tabelle der MSA 2000i.

Systemwiederherstellung
Die MSA 2000i kann ueber das Front Display und dem Drehregler wiederhergestellt werden. Es stehen zwei Wiederherstellungsoptionen zur Verfuegung:
Um das System wiederherzustellen, muss die Appilance neu gestartet werden
Das LCD Display zeigt die Nachricht, das das System eingeschaltet ist und ein Beepton erklingt
Das System zeigt dann die "System Ready" Nachricht und ein Beepton erklingt
genau bei diesem Beepton drehen Sie den Regler nach rechts
Das System bootet dann in den Resuce Modus und das Display zeigt die folgenden Optionen:
Verwenden Sie wieder den Drehregler zur Auswahl der gewuenschten Funktion.
Zusaetzlich kann man die Appliance bei lokal angeschlossenem Monitor, Tastatur und Maus in einen recovery-Modus booten. Hierbei wird ein Linux-Derivat gebootet, aber es war mir bei meinem test nicht moeglich, den Recovery Vorgang zu Ende zu fuehren, da die Appliance immer bei dem Laden der USB Geraete hingen blieb. Auch nachdem ich die USB-Tastatur und -Maus waehrend eines neuen Bootvorgangs entfernt hatte, blieb das System an dieser Stelle stehen. Da es sich lt. Dokumentation sowieso nicht um die empfohlene Variante zur Systemwiederherstellung handelt, habe ich mich nicht weiter um die Problemloesung gekuemmert..

Frontpanel Display
Die folgende Abbildung zeigt das Celestix MSA 2000i Front Panel Display.

Stand: Samstag, 22. Dezember 2007/MG. - http://www.it-training-grote.de